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Lustauslöser Marzipanpopo: was sich die Liebhaber denken

Geschrieben von Ubomi Ulobi • Freitag, 18. März 2011 • Kategorie: casual dating historisch
der schöne popo, historische fotografie


Man kann ihn nicht erkennen, wenn man ihn nicht nackt gesehen hat – den lustvoll geschwungenen Marzipanpopo, jenes Hinterteil ohne jeden Tadel, von dem Männer und Frauen schwärmen, solange er nur jung, sanft und makellos ist. Die schlanke, niemals ausladende Form, das feste Fleisch, die leicht rosige, aber stets helle, seidige Oberhaut und der feine Flaum sind untrügliche Signale an die einschlägige Umwelt: Hier wartet ein sinnlicher Körperteil darauf, stimuliert zu werden.

Es dürfte einleuchtend sein, das sich der schöne Po erst einmal nackt präsentieren muss, und er zeigt sich nicht jedem, nein, nicht einmal jedem Liebhaber. Wer nur den schnellen Liebesgenuss sucht, dem ist die Kehrseite gleichgültig. Er will, dass sich die Vorderseite offenbart, schwillt, öffnet und was sich dort sonst noch tun mag. Marzipanhintern sind nichts für den schnellen Sex – sie wollen entdeckt, gelobt, gestreichelt, geküsst und geschlagen werden, und diese Möglichkeiten eröffnen sich nur für die Liebhaber des schönen Hinterns.

Wenn jemand seinen zarten Po absichtlich keck präsentiert, dann für er etwas im Schilde, und wenn er dazu aufgefordert wird, ihn nackt zu zeigen, dann ist dies zumeist der Auftakt zu einem furiosen Spiel um Lust, Leidenschaft, Sinnlichkeit oder Schmerz. Dabei sind die Wünsche sehr differenziert. Für den einen ist es die Berührung, die ihn erschaudern lässt, so, als würde man Frauenbrüste berühren. Die liebenden Hände zärtlich an den Po zu legen, oder sie dort zu spüren, sanft, aber beharrlich streichelnd – wen würde dies nicht erregen?

Bei einigen Menschen löst gerade der „Alabasterhintern“ oder Marzipanpopo das Bedürfnis aus, ihn zu röten – entweder durch sanfte Handschläge oder auch durch heftige Schläge mit dem Instrumentarium der früheren „körperlichen Züchtigungen“. Warum dies so ist, darüber reden nicht einmal Wissenschaftler gerne. Früher waren sie der Meinung, dies läge wohl in der Jugend begründet, in der mancher wilde Knabe noch Rohstockschläge erhielt. Doch heute, da kaum noch jemand in der Jugend gezüchtigt wird, ist das Bedürfnis merkwürdigerweise ungebrochen – und zwar von beiden Seiten. Einerseits gibt es Frauen und Männer, die Lust daran verspüren, den Marzipanpopo zu röten oder gar zu verstriemen, andererseits gibt es solche, die sich danach sehnen, heftig oder sinnlich geschlagen zu werden, und deren Lust dadurch ins Unermessliche steigt. Nur in wenigen Fällen handelt es sich dabei um wirkliche „Schmerzgeilheit“ – meist ist es bereits die sinnliche Situation, die das Blut in Wallungen versetzt.

Vom sanften, sinnlichen Marzipanpopo schwärmen alle, die ein Faible für Analerotik haben, und das sind bekanntlich nicht wenige Menschen. Dabei ist Analerotik nicht mit Analverkehr zu verwechseln, denn Analerotik ist das Auslösen sexueller Begierde durch den nackten oder sogar verdeckten Po, während mit Analsex immer das Eindringen in den Anus gemeint ist. Dabei ist die Analerotik weit verbreitet – so manche junge Frau trägt heute Röcke, die den Po mindesten teilweise freilegen, oder Jeans, die ihn hauteng betonen. Diese Frauen wissen, dass sie mit diesem Merkmal und den wippenden Bewegungen ihrer Hüften Gelüste auslösen – so, wie es vermutlich schon ihre äffischen Vorfahren taten. Doch der Gourmet erotischer Kultur wünscht sich mehr: die langsame Entblößung des Hinterns vor seinen Augen, möglichst noch, bevor der Oberkörper enthüllt wird.

Die Lust an der langsamen Entblößung des nackten Hinterns ist der Pornografiewelle zum Opfer gefallen. Doch manche Paare entdecken wieder die Sinnlichkeit des menschlichen Hinterteils, auch wenn es uns heute nicht mehr auf Augenhöhe entgegenlacht. Oh, was für einen schönen Po du hast … immerhin basiert das Musical „Oh, Kalkutta“ auf diesem Satz.

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Recht viele Menschen können heute Lust von Liebe trennen. Vielleicht konnten sie es immer, aber sie durften nicht sagen. Männer wollten nicht als „Lustmolche“ verspottet werden, und Frauen nicht als Schlampen diffamiert.

Das Werkzeug von Mutter Natur, um uns zum Paaren zu veranlassen, heißt Wollust, nicht Liebe. Liebe ist eine Überhöhung eines sozialen Gefühls, der innigen Verbundenheit miteinander. Wenn man so will, haben Sex und Liebe gar nicht viel miteinander zu tun. Auch die Reihenfolge stimmt nicht wirklich: Erst Liebe, dann Sex. In Wahrheit ist es umgekehrt: Erst schüttet unser Körper unser Hirn mit Drogen zu, damit wir meschugge genug sind, uns der Wollust zu unterwerfen. Dann erst entwickeln wir die Liebe füreinander, also den sozialen Klebstoff, der uns aneinanderbindet.

Causal Dating ist der Ausdruck einer Zeit, die Lust von Liebe zu trennen weiß. Das Märchen, eine Frau müsse erst in Liebe zu einem Mann verfallen, bevor sie sich hingibt, ist ziemlicher Unsinn. Denn nicht Liebe, sondern die Vorstufe von Sex, die Geilheit, ist nötig, um den Körper in Stimmung zu bringen. Fast ein Jahrhundert war man der festen Überzeugung, Frauen würden überhaupt nicht geil. „Das sexuelle Verlangen des gesunden und wohlerzogenen Weibes ist ein Geringes“, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts sinngemäß ein bekannter Psychiater.

Frauen sind die eigentlich entscheidenden Kräfte in der gesamten Szenerie des „Casual Dating“, wie auch aller anderen erotischen Affären. Wenn Sie sich nicht in das Spiel einbringen, ist der „Markt“ gestorben. Ob es nun „sozial korrekt“ ist oder nicht: nahezu das gesamte Marktgeschehen auf dem Tummelplatz Leidenschaften, Lüste und Beziehungen liegt in den Händen der Frauen, die sich diesem Markt öffnen.

Weil das so ist, kann auf diesem Liebesmarkt alles Geschehen – oder gar nichts. Ich hoffe sehr, dass diese Mischung von Unterhaltung und Information dazu beiträgt, Ihnen klarzumachen, wie wichtig es ist, Causal Dating richtig einzuordnen. Es ist ein Spiel mit der Lust auf einem hohen Niveau – mit Frust und Lust, Gefahren und Erleuchtungen.

In diesem Sinne – werden Sie intim, und sündigen Sie aus vollem Herzen, um das ganze Vergnügen einzuheimsen.