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Tausche Date gegen … Dinner, Bargeld und noch viel mehr

Nach einem Bericht aus den USA kann man kaum etwas dagegen haben, wenn eine Frau Dates gegen Esseneinladungen tauscht – das ist ungefähr so amerikanisch wie Truthahn-Essen. Auch ein Date gegen Geld zu tauschen ist in den USA offenbar üblich geworden, und die Offerte, wie viel Geld man gerne vom Partner als „Sponsoring“ für eine Dauerbeziehung hätte, ist ebenfalls nicht mehr ungewöhnlich.

Erstaunlich, wie viele Varianten der Moral man in den USA kennt: Denn „Sex gegen Geld“ gehört bei den US-Amerikanern zu dem Verwerflichsten, was man überhaupt tun kann – sowohl als Kunde wie auch als Anbieter – da ziehen alle an einem Strang. Übrigens sind auch viele Briten und manche Kontinentaleuropäer von dieser Meinung nicht frei. Es ist inzwischen Mode geworden, unliebsame Prominente mit der „Enthüllung“ von Hurenkontakten öffentlich zu diffamieren.

Was aber passierte jetzt in den USA? Da wird eine US-Amerikanerin öffentlich gelobt, weil sei einen Weg gefundene hat, kostenlose Abendessen zu bekommen – 20 Mal im Monat. „Date gegen Dinner“ lautet die Formel, und sie geht sogar überall durch – Dinner Dates sind eine US-amerikanische Tradition, und wer sie nutzt, um Männer auszubeuten, die sowieso genug Geld haben, der ist in den USA (wie man jetzt sieht) offenbar eine Heldin. Dort bieten Frauen übrigens ohnehin inzwischen ganz normal ihre Dates gegen Bezahlung an – teils mit provokativ vorgerückten Brüsten und eindeutigen Beschreibungen - aber es sind ja nur Dates, wer würde da ans Sex denken? In anderen Internet-„Dating“ Diensten sagen sogenannte Sugar Babys klipp und klar, was sie gern von ihren Sugar Daddys als monatliche „Apanage“ hätten –ebenfalls unbeanstandet.

Tausche Date gegen Geld ist also „ganz normal“. Zeit ist Geld, und deswegen muss sie ja irgendwie verkauft werden können, nicht wahr? Sollte dabei Sex anfallen – nun, das freut die Moralisten sicherlich nicht, ist ja nun aber wirklich nicht so ungewöhnlich. Also was wollen wir blöden Europäer eigentlich, die nicht begeifern, warum Dates gegen Geld einzugehen, das Recht jeder hübschen jungen Frau sind?

Das wäre ja noch gar nicht so schlimm, wenn es nicht immer wieder die Amis wären, die Front gegen die liberalen deutschen Prostitutionsgesetze machen würden. Ach, Sie sagen, die Schweden hätten die gleiche Auffassung? Dann sehen Sie genau hin: In Schweden wird Sex als ein Naturrecht angesehen. Wer Sex kauft, verstößt nach schwedischer Auffassung gegen den Grundsatz, dass etwas, das normalerweise gerne freiwillig gegeben wird, nicht erkauft werden darf. Schwedische Logik: Wenn es Freier gibt, dann müssen Frauen sich gegen Geld zwangsweise verkaufen, die sich aus freiem Willen nie prostituieren würden.

Tausche Dates gegen Geld … wenn das Schule machen sollte, wird das gesamte Dating in den Dreck gezogen, und manche Frau wird den „Mitnahmeeffekt“ nutzen, um aus der „günstigen Gelegenheit“ des bezahlten Dates noch mehr Geld herauszuschlagen. Wer schon sein Date gegen Geld verkauft, könnte ja auch noch mehr Stunden seiner Begleitung gegen Geld anbieten, oder etwa nicht?

Schweden: Freier-Bestrafungen schützen nicht vor Puffbesuchen

Schweden, das angebliche „Vorbild“ bei der Bekämpfung der Prostitution, kann offenbar in der Praxis keine Erfolge bei der Kriminalisierung von sogenannten „Freiern“ vorweisen. Wie aus verschiedenen Medien hervorgeht, liegen die schwedischen Männer weiterhin in der Spitzengruppe der europäischen Puffbesucher. Als Quelle wird von verschiedenen Medien die spanische Hurenorganisation „Apramp“ genannt. Neben Schweden (13 Prozent Bordellkunden) wurden die Niederlande (14 Prozent) und Österreich (15 Prozent) genannt. Die Schweizer Männer gaben zu 19 Prozent an, wenigstens einmal Puffgänger gewesen zu sein, und die Spanier selbst gelten als Europameister in der Sparte „Bordellbesuche“: 39 Prozent gaben an, schon einmal Kunde einer Prostituierten gewesen zu sein.

Schweden: Längerer Knast möglich für bezahlten Sex

Abstimmungsergebnisse wie im Sozialismus gab es gerade Schwedens Parlament: Von den 282 Abgeordneten, die dabei offenbar anwesend waren, votierte nur einer gegen ein neues Gesetz, das den Kontakt von liebeshungrigen Männern zu Huren noch stärker bedroht als bisher: Angeblich will man mit der jetzt möglichen Freiheitsstrafe von einem Jahr Gefängnis „besonders rücksichtslose Freier treffen“.

Das schwedische Parlament (Riksdag) ist freilich eine kunterbunte Ansammlung verschiedenster Parteien, in der die konservative „Allianz für Schweden“ bereits über 173 Sitze verfügt. Wer der oder die mutige Abgeordnete war, der gegen dieses absurde Gesetz gestimmt hat, war in der deutschen Presse nicht zu erfahren.

Das neue Gesetz gegen den „Kauf von Sex“, das sich überwiegend gegen Männer richtete, war 1999 in Kraft gesetzt worden. Seither behaupten regierungsnahe Kreise und Polizeistatistiken, die Straßenprostitution habe sich „halbiert“. Diese Zahlen werden nicht einmal von denn Prostituierten bestritten, nur behaupten Sie, dass alles eine Augenwischerei sei, denn seither werden die Aktivitäten schwedischer Huren immer mehr ins Internet verlagert oder an Plätzen ausgeführt, in denen keine Geldübergabe stattfindet. Zudem kann man sind internationalen „Casual-Dating-Agenturen“ kaum verbieten, Kontakte zwischen Damen herzustellen, die „kostenlos“ Sex anbieten, und Herren, die dennoch dafür bezahlen möchten. Auffällig ist der relativ hohe Anteil der Schwedinnen am Beispiel eines Sexportals: Dort waren 1,5 Prozent der suchenden Frauen Schwedinnen, verglichen mit Ungarn (etwa gleiche Population) mit ungefähr 0,4 Prozent aller dort inserierenden Frauen.

Die neueste Variante, Sexdienste im Sofortkontakt per Mobiltelefon zu erhalten, ist dabei noch nicht einmal inbegriffen, und die im Ausland ansässigen Anbieter werden der schwedischen Justiz kaum Auskunft über die Identität ihrer Mitglieder geben.

In Frankreich bald Strafen für Liebeskunden?

anlächeln kann sie ins gefängnis bringen
Frankreich wird möglicherweise seine Prostitutionsgesetze ändern. Wie verlautet, will das Land möglicherweise dem Vorbild Schwedens folgen und die Inanspruchnahme jeder Art von sexuellen Dienstleistungen unter Strafe stellen. Wie in anderen Ländern auch wird damit argumentiert, dass Prostitution eine Art moderne Sklaverei sein. Die französische Sozialministerin soll dazu gesagt haben, es gäbe keinerlei selbst gewählte Prostitution. Der Verkaufs des Geschlechtsakts bedeute, dass die Körper der Frauen für Männer zugänglich gemacht würden, unabhängig davon, ob die Frauen dies wollten oder nicht. Eine ähnliche orthodox-feministisch motivierte Grundhaltung wird vor allem in Schweden vertreten.

Frankreich hat schon jetzt eine janusköpfige Gesetzgebung: Prostitution ist nicht verboten, aber es dürfen keine Möglichkeiten für die Ausübung zur Verfügung gestellt werden. Seit den 1990er Jahren wurde vonseiten der Regierung ein regelrechter Feldzug gegen die Prostituierten geführt, sodass nunmehr (seit 2003) das bloße Anlächeln eines Kunden mit Gefängnis bestraft werden kann.

Nun scheint es so, als wolle man seitens der französischen Gutmenschenschaft zum „letzten Gefecht“ ausholen und nicht nur den Huren, sondern auch noch den Freiern den käuflichen Sex für den kleinen Mann vermiesen: Schwedische Verhältnisse bedeuten das Ende der Straßenprostitution.

Der „teure käufliche Sex“ hat in Frankreich wie auch in Schweden längst seinen Namen geändert: Wo für Sex kein Geld bezahlt wird, sondern die Dienstleistung darin bestecht, Zeit mit einem Menschen zu verbringen, hat der Staat sein Recht verloren – und dass Menschen, die Zeit miteinander verbringen, manchmal auch Sex haben – das wird der Staat kaum verhindern können.

Zitate nach dem Guardian.

Werbung für Seitensprung-Dienst ärgert die Schweden

Die Männerfantasie über Schwedinnen besteht darin, eine sinnliche, allzeit zu sexuellen Aktivitäten bereite Frau zu haben, deren Hauptlebensziel ist, Männern Lust zu bereiten. Nimmt man nun noch die ehemals freizügige Pornografie dazu, die ein schwedisches Etikett trägt, dann könnte man zu der Überzeugung kommen, Schweden sei das Ursprungsland der Frivolität.

Die Wahrheit sieht anders aus: Schweden hat eine durch und durch verbürgerlichte Gesellschaft, die Prostitution durch Bestrafung der Freier zu bekämpfen vorgibt, die Erotik als „Schweinkram“ ansieht und die Affären zu verschleiern versucht. Dazu kommt die Tendenz, Konflikte um jeden Preis zu vermeiden, die dazu führt, dass die meisten Affären „unter den Teppich gekehrt“ werden – vor allem natürlich dann, wenn verheiratete Frauen die Initiatoren waren. Die schwedische Gesellschaft geht fest davon aus, dass dies nicht vorkommt, weil es nicht vorkommen darf.

Wenn in dieser Situation eine Seitensprungagentur öffentliche Werbung an Stockholmer Bushaltestellen (Bild) macht, muss man sich nicht wundern, dass es Proteste hagelt, wie die englischsprachige schwedische Zeitung „The Local“ berichtete.

Die Plakate zeigen ein offenbar glückliches Paar, das eine Affäre hat, und wenden sich an verheiratete Schwedinnen und Schweden: „Bist du vergeben? Dann tu dir was Gutes … habe eine Affäre!“

Die norwegische Seitensprung-Agentur VictoriaMilan®, verteidigte die Werbung: „Niemand, der wirklich glücklich ist, wird nur deshalb einen Seitensprung begehen, weil wir Werbung dafür machen“, sagte ein Sprecher der Presse – und offenbar in Kenntnis der schwedischen Vorlieben für das bürgerliche Janusgesicht fügte er hinzu, dass man die Zielgruppe wenigstens „eindeutig und direkt“ ansprechen würde, während die Mitglieder anderer Dating-Seiten einfach ihren Familienstand korrigieren würden, um die gleichen Ziele zu erreichen.